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Städtereisen

 

Malcesine am Gardasee in Italien

Normalerweise leben nur 4000 Menschen in dem kleinen Fischerdorf auf der Ostseite des Gardasees. Doch die malerischen Gassen mit ihren bunten Häusern und dem üppigen Blumenschmuck sorgen dafür, dass in der Hauptsaison die Touristen in Scharen kommen und der Parkraum für Busse und Autos knapp wird. Hoch über der Stadt thront die Scalliger-Burg, in die sich einst auch Goethe auf seiner Italienreise verliebte. Die gut erhaltene Anlage wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet und ist eine von vielen Burgen, die man am Gardasee findet. Von Malcesine führt eine neue Seilbahn hinauf zum Monte-Baldo-Massiv. Die Bergstation befindet sich auf 1780 Meter Höhe, von der man den herrlichen Blick auf den See und die Dolomiten genießen kann. Das Bergmassiv wird auch „Garten Europas“ genannt, denn in dem einzigartigen Klima hat sich eine spektakuläre Alpenvegetation entwickelt. Auf den Höhenwanderungen lassen sich nicht nur die Natur- und Tierwelt beobachten, das Bergmassiv ist ein beliebtes Ziel für die Gleitschirmflieger, die in 1700 Höhe starten, um nach einer atemberaubenden Luftfahrt am Ufer des Gardasees zu landen. Fotos: Klaus Tolkmitt 

 

Hansestadt Wismar / UNESCO-Welterbe

Ob die ägyptischen Pyramiden, Amerikas Grand Canyon oder Indiens Tadsch Mahal – die Hansestadt Wismar hat eines mit diesen einzigartigen Kultur- und Naturdenkmalen gemeinsam: es sind bedeutende Kunst- und Kulturschätze, denen ein "außergewöhnlicher universeller Wert" bescheinigt wird und die es wert sind, für kommende Generationen erhalten zu werden. Über 850

Stätten gehören heute zum UNESCO-Welterbe der Menschheit. Wismar repräsentiert noch heute die idealtypisch entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. In seltener Authentizität hat sich in Wismar zum Beispiel das mittelalterliche Hafenbecken erhalten

und vermittelt ein Bild vom eigentlichen Rückgrat einer mittelalterlichen Seehandelsstadt. Die zum Hafen fließende „Grube” ist der letzte erhaltene künstlich angelegte mittelalterliche Wasserlauf in einer norddeutschen Altstadt. Innerhalb des historischen Stadtkerns stellen die drei monumentalen Backsteinkirchen ein einzigartiges Zeugnis der berühmten Sakralarchitektur im südlichen Ostseeraum dar. Der mächtige Turm von St. Marien ist noch heute eine Landmarke Wismars gen Land und See. Vieles erinnert zudem an die Epoche, in der Wismar laut einem hundertjährigen Pfandvertrag Schweden zugesprochen wurde. Das Zeughaus, das schwedische

Kommandantenhaus sowie die Schwedenköpfe vor dem Baumhaus zeugen noch heute von der schwedischen Zugehörigkeit, die 1903 endgültig beendet wurde. Ein Besuch sollte dem „Alten Schweden" am Markt gelten, einem der ältesten Bürgerhäuser (um 1380). Eine 1878 eingerichtete Gaststätte erinnert an die einstige Zugehörigkeit zu Schweden. Auf die „schwedische Spur" gekommen, kann noch so manches entdeckt werden: das schwedische Kommandantenhaus, das Zeughaus, das barocke Provianthaus, der Schwedenstein von 1903 – ein 400 Zentner schwerer Felsbrocken mit den Wappen Wismars, Mecklenburgs und Schwedens. Der Marktplatz ist mit 10.000 m² Fläche einer der größten in Norddeutschland. Auf der Nordseite des

Marktplatzes befindet sich das Rathaus. Im Jahre 1807 stürzte der linke Flügel des spätgotischen Vorgängerbaus ein. Nach Plänen des Ludwigsluster Hof- und Landbaumeisters Johann Georg Barca wurde das Rathaus im klassizistischen Stil in der Zeit von 1817 bis 1819 wieder aufgebaut. Foto: Klaus Tolkmitt

 

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