Die Blume der Azteken
Für den Blumenliebhaber ist die Dahlie die Blume des Spätsommers. Sie ist aus keinem Garten wegzudenken und gehört zu den typischen Pflanzen eines Bauerngartens.
Ihre Heimat ist Mittelamerika, insbesondere Mexiko. Man weiß, dass bereits die Azteken Wildformen und Züchtungen in ihren Gartenanlagen hatten. Bei ihnen wurde die Dahlie "acocotli" genannt. Nachweise dafür liefern Berichte des spanischen Arztes Francisco Hernandez, der von 1571 bis 1577 Mittelamerika bereiste.
Die Entwicklung der Dahlie als Gartenpflanze beginnt in Europa erst 1789. Vicente Cervantes, Leiter des Botanischen Gartens in Mexiko, sandte die ersten Dahliensamen oder Knollen an den Botanischen Garten in Madrid. Die neue botanische Rarität erhielt ihren Namen "Dahlia" zu Ehren des schwedischen Botanikers Andreas Dahl.
Verantwortlich für die Verbreitung der Dahlie in Deutschland ist der Berliner Gelehrte Alexander von Humboldt. Er sandte 1803 ebenfalls von seinen Expeditionen in Mexiko Samen zum Botanischen Garten in Berlin, die sich prächtig entwickelten. Insbesondere Christian Deegen widmete sich 1824 in Köstritz der Dahlienzucht. Er verbesserte durch seine Züchtungsarbeit vor allem den Wuchs der Dahlie. 1836 stellte er ihm Rahmen der ersten Blumenschau Deutschlands 6000 Blumen in 200 Sorten vor.
Im "Britzer Garten" (dem ehemaligen Gelände der Bundwesgartenschau in Berlin) ist jedes Jahr mit unzähligen Sorten ein prächtiges "Dahlienfeuer" zu bewundern. Fotos: Klaus Tolkmitt
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